Freitag, 20.Oktober 2017

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Lesung mit Utz Rachowski

„Die Lichter, die wir selbst entzünden“

Der Titel der Lesung „Die Lichter, die wir selbst entzünden“ ist dem neuesten Buch von Utz Rachowski entlehnt, das 2018 erscheinen wird. Der Autor liest an diesem Abend Prosa und einen essayistischen Text, der mit der geschichtlichen Bedeutung der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera korrespondiert.
Utz Rachowski ist gebürtiger Vogtländer. 1954 wird er in Plauen geboren. Im Alter von 17 Jahren muss er die Oberschule verlassen, weil er einen Philosophieclub gründete. Anschließend schlägt er sich als Bahnhofsarbeiter und Elektromonteur durch, macht seinen Grundwehrdienst, holt das Abitur nach und geht nach Leipzig. Wegen fünf Gedichten und der Verbreitung verbotener Literatur (Biermann, Fuchs, Kunze, Pannach) wird er 1979 verhaftet und zu 27 Monaten Gefängnis verurteilt. Als Klient von Amnesty International folgt 1980 die Ausbürgerung. Bis 1992 lebt er in Westberlin und Göttingen, studiert Kunstgeschichte und Philosophie und kehrt dann ins Vogtland zurück. Heute arbeitet er als freier Autor und ist u. a. Bürgerberater zur Rehabilitierung von Opfern der DDR-Diktatur im Auftrag des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
In den vergangenen Jahren führte ihn seine Arbeit als Schriftsteller u. a. in die USA, den Senegal, nach Großbritannien, Kenia und Polen. Bisher veröffentlichte er zehn Bücher, darunter zwei Gedichtbände und ein Hörbuch. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

Wann: 20. Oktober 2017, 18:00 Uhr
Wo: Gedenkstätte Amthordurchgang, Amthordurchgang 9, 07545 Gera

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Verein Gedenkstätte Amthordurchgang e. V.

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Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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