Sonntag, 18.November 2018

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staatssicherheit in nordhausenWichtige Neuerscheinung zu den regionalen SED-Machtstrukturen:
Hanna Labrenz-Weiß und Joachim Heise: Staatssicherheit in Nordhausen
Atelier Veit Verlag Nordhausen 2018

Hanna Labrenz-Weiß hat nahezu sämtliche Unterlagen des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen zur Kreisdienststelle Nordhausen ausgewertet und Joachim Heise die noch vorhandenen Akten des Nordhäuser Rat des Kreises, Abteilung Inneres, zu den sogenannten Ausreiseantragstellern Publikation. Die Auswertung der BStU-Akten haben neue Erkenntnisse über die Funktion der Staatssicherheit als SED-Machtorgang und den Aktionsraum, den einzelne Mitarbeiter hatten, ergeben. Joachim Heise hat ca. 700 Vorgänge zu Bürgern des ehemaligen Kreises Nordhausen analysiert, die die DDR verlassen wollten. Er war einer unter ihnen. 1980 hatte er und seine Familie dies öffentlich bekundet. Er wurde deshalb inhaftiert und später von der Bundesrepublik freigekauft. Im Rat des Kreises Nordhausen war für die „Bearbeitung und Zurückdrängung der Übersiedlungsersuchenden“ zuletzt Lothar Eichentopf zuständig. Der Genosse bezog sowohl beim Kreis als auch im geheimen als Offizier im besonderen Einsatz bei der Stasi sein Gehalt. Die Aufträge erhielt er von seiner Partei.
Joachim Heise hat sich in den letzten Jahren mit Erfolg um die Rettung der ehemaligen Erfurter Untersuchungshaftanstalt Andreasstraße als Gedenkort und am Menschenrechtszentrums Cottbus als Zeitzeuge eingesetzt. Er ist führendes Mitglied der nordthüringer Regionalgruppe von Gegen Vergessen – für Demokratie, die sich seit vielen Jahre für eine intensive Auseinandersetzung mit den Diktaturfolgen im Raum Nordhausen einsetzt.

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Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
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