Dienstag, 25.September 2018

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Eine der nachhaltigen Initiativen zur Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur feiert: Ein Vierteljahrhundert Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“.

Die Vorgeschichte des Thüringer Archiv für Zeitgeschichte beginnt - ähnlich wie bei seinen Partnerinstitutionen, dem Archiv der Havemann-Gesellschaft in Berlin und dem Archiv Bürgerbewegung in Leipzig - schon in die Zeit des revolutionären Aufbruchs. „Künstler für andere“ wurde 1986 in Jena gegründet und entwickelte ähnlich wie in Berlin und vielen anderen Städten eine Bibliothek, in der Informationen zu erhalten waren, deren Verbreitung die SED zu verhindern versuchte. Die Jenaer Bibliothek bzw. der „Leseladen“ hatte viele Freunde.

Nach der Entmachtung der SED und der Staatssicherheit rückte die Aufklärung der Herrschaftsstrukturen in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Dabei spielten die geretteten Akten der Staatssicherheit eine herausragende Bedeutung. Bei der Auswertung standen oft SED-Dokumente den Erinnerungen von Zeitzeugen gegenüber. Nun wurden die Dokumente der SED-Gegner zu einer unersetzlichen Quelle. Das erkannten die Vereinsmitglieder und bauten ein Archiv auf, das erst nach vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements auch öffentlich gewürdigt wurde. Inzwischen ist das Archiv ein fester Bestandteil der Thüringer Archivlandschaft und erster Träger des Thüringer Archivpreises. 

Eine Kernaufgabe ist, die Materialien (Briefe, Flugblätter, Plakate, Tonkassetten, Fotos, nicht staatlich lizensierte Publikationen und die Unterlagen der politischen Vereinigungen 1989/90) zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen. Dazu gehören die Beteiligung am Thüringer Archivverbund, verschiedene Publikationen, Vortragsreihen, Ausstellungen und Bildungsarbeit. So spannen die hautamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Archivs heute einen weiten Bogen zwischen den historischen Quellen und den mit ihnen verbundenen Zeitzeugen, den wissenschaftlichen Interpretation und der Popularisierung des „anderen Lebens“ in der DDR. Damit tragen sie zur Stärkung der historischen Substanz von Bildungsprozessen in unserem Land bei. Allen die daran mitwirkten und mitwirken danke ich. (Grußwort des Landesbeauftragten Christian Dietrich)

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

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Beratungsangebote

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Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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