Donnerstag, 19.Juli 2018

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Einfuehrung Christian Dietrich Web

Erstmalig wurde am 21. Juli das Buch „Es gibt keinen Gott!“ Kirchen und Kommunismus. Eine Konfliktgeschichte in Thüringen vorgestellt. Die Buchvorstellung, an die sich eine Diskussionsrunde mit den drei Autoren Nadezhda Beljakova, Thomas Bremer und Katharina Kunter anschloss, fand im gut besuchten Erfurter Augustinerkloster statt. Zum ersten Mal seit 2012 kamen die Autoren zu dieser Veranstaltung persönlich zusammen und hatten hier die Gelegenheit, das neu erschienene Buch zu präsentieren. 

Beginnend mit der ersten kommunistischen Herrschaft in der Sowjetunion – mit der eine Christenverfolgung ungeahnten Ausmaßes einherging - zeichneten die Autoren den schwierigen Umgang kommunistischer Regime mit den Kirchen in Mittel- und Osteuropa im 20. Jahrhundert nach. Außerdem beleuchteten die Wissenschaftler die Rolle der Kirchen im Zuge der politischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozesse seit den späten 1980er-Jahren sowie die aktuellen Herausforderungen.

Thomas Bremer Web

Im Fokus der Diskussion stand die Frage, welche Folgen die Einsetzung kommunistischer Regime für Kirche und Religion hatten. Wichtig war den Autoren dabei, Hauptlinien in der Entwicklung herauszustellen. So beschrieb Thomas Bremer, dass in vielen Ländern Mittel- und Ostmitteleuropas auf eine erste Phase massiver Verfolgung von Christen ein Wandel hin zu gemäßigter Suppression im Rahmen einer administrativen Ordnung zu verzeichnen war. Nadezhda Beljakova betonte dabei die besondere Herausforderung, 25 Jahre Forschungsstand zu der Thematik in dem Werk zusammengefasst zu haben. 

Panorama WebIm Europäischen Vergleich, konstatierte Katharina Kunter, lässt sich die besondere historische Aufarbeitung im Bezug auf die DDR-Geschichte feststellen. Zum Verhältnis von Staat und Kirche wurde hier deutlich gründlicher geforscht, als in anderen Ländern. Weiter erläuterte die Privatdozentin der Universität Karlsruhe, dass es unter den kommunistischen Regimen Europas mehrheitlich zu einer Zerstörung der öffentlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung der Kirchen und folglich zu einer Zurückdrängung von Religion und Glauben in den privaten Raum kam. An die Buchvorstellung schloss sich eine lebendige Diskussionsrunde mit dem Publikum an. Weitere Informationen zu der Publikation und zu den Autoren finden Sie hier

Über diesen Link finden Sie auf Deutschlandradio Online eine ausführliche Buchbesprechung sowie ein Interview mit den Autoren.  

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Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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