Montag, 19.November 2018

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Quellen-Zeitzeugen-Projekt am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Sondershausen

"Angst vor der Stasi, Revolution, Wiedervereinigung. Woran sich die Erlebnis-Generation einfach erinnert, ist für Schüler „graue Theorie“. Ihre Erfahrungswelt wird geprägt durch das offene Gesellschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland, während ihre Eltern und Großeltern in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, in der eine unabwählbare Partei den Staat okkupierte, um ein geschlossenes Gesellschaftssystem zu errichten", sagt Dr. Matthias Wanitschke, Referent für politische Bildung und Schülerarbeit beim Landesbeauftragten. 

Weniger "graue Theorie" und mehr anschauliche Vermittlung der Funktionsweise der SED-Dikatur versucht der Landesbeauftragte im Rahmen seiner Bildungsarbeit zu leisten. Um dem Rechnung zu tragen, bietet die Behörde Bildungsprojekte an, die sich aus Quellenstudium von MfS-Akten und anschließender Zeitzeugenbefragung zusammensetzen.

Genauer beschreibt Dr. Wanitschke: "In der Auseinandersetzung mit den administrativen Texten, v.a. MfS-Akten, lernen die Schüler den funktionalen Blick eines Herrschaftsorgans auf die ehemaligen DDR-Bürger kennen. Durch die anschließende Zeitzeugenbefragung können die Schüler die Primärquellen kritisch hinterfragen und erhalten beispielhaft einen Eindruck von den Lebensumständen ihrer Groß-Eltern-Generation. Dieses Herantasten an die unbekannte Vergangenheit intendiert die kritische Anfrage der Heranwachsenden an ihre Groß-Eltern zu deren Lebensalltag in einem geschlossenen Gesellschaftssystem."

Über drei Tage findet diese Woche das Quellen-Zeitzeugen-Projekt mit Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Sondershausen statt. Wie das konkret in der Praxis aussieht, lesen Sie in dem Artikel "Sondershäuser Jugendliche forschen zur Vergangenheit ihrer Schule" auf Thüringer Allgemeine Online.

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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