Freitag, 24.Januar 2020

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Vortrag von Dr. Anke Geier
„Aktion Oberhof. Die Ausweisung von Hotel- und Pensionsbesitzern aus Oberhof per Kreisverweis 1950/1951“
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR Ausweisungen mittels Kreisverweis zu einem Instrument der sich etablierenden kommunistischen Partei, um unerwünschte Personen aus einem Ort zu vertreiben. Diese Vertreibungen aus dem Kreis gingen einher mit der Enteignung landwirtschaftlicher Güter im Zuge der Bodenreform, aber auch privatwirtschaftlicher Betriebe, Hotels und Pensionen.

Die „Aktion Oberhof“ in den Jahren 1950 und 1951 umfasste die Enteignungen privater Hotels, Pensionen und Betriebe in Oberhof, um private Unterkünfte in staatliche Erholungs- und Kureinrichtungen zu überführen und Oberhof als das Wintersportzentrum der DDR auszubauen. Es wurden schließlich 51 Personen und ihre Familienangehörigen, d.h. zwischen 150 und 160 Personen per Kreisverweis aus Oberhof zwangsausgesiedelt und ca. 30 Häuser (Hotels, Pensionen, Gasthäuser, private Betriebe) enteignet. Der Vortrag erläutert die „Aktion Oberhof“ und ihre Hintergründe.
 
Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation des Landesbeauftragten mit der Volkshochschule Joseph Meyer Hildburghausen und der Kreisbibliothek Joseph Meyer Hildburghausen.
 
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
 
Wann: 30. Januar 2020, 19:30-21:00 Uhr

Wo: Bürgersaal Historisches Rathaus Hildburghausen, Markt 25, Hildburghausen, 98646 Hildburghausen
 
Vortrag von Dr. Anke Geier

„Grenzgeschichte(n): Von der Abriegelung der innerdeutschen Grenze zur Grenzöffnung“

Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, öffneten sich die Grenzen der DDR für viele überraschend. Der Vortrag geht auf dieses Ereignis in der Region Suhl ein, beleuchtet aber auch die Geschichte des DDR-Grenzregimes: Ab Ende Mai 1952 wurde die innerdeutsche Grenze abgeriegelt und ein Sperrgebiet an der Grenze errichtet. Im Zuge der Grenzsicherung wurden 1952 und 1961 während der Zwangsaussiedlungsaktionen zahlreiche Sperrgebietsbewohner ins Landesinnere vertrieben und einige Dörfer im ehemaligen Bezirk Suhl wurden zu Wüstungen.Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation des Landesbeauftragten mit der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl.
 
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
 
Wann: 6. Februar 2020, 18-20 Uhr
 
Wo: Ratssaal in der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl, Meininger Str. 89, 98529 Suhl
 
Vortrag von Dr. Anke Geier

„Die Friedliche Revolution 1989/90 in Suhl und in Südthüringen“

2019 jährten sich zum 30. Mal die Ereignisse der Friedlichen Revolution von 1989. Der Vortrag beleuchtet die Ereignisse in Suhl und in Südthüringen. Anhand von Fotos aus der Zeit wird ein Einblick in die Vorgeschichte, in die oppositionellen Bewegungen und die Lebensverhältnisse der 1980er Jahre gegeben. Der Vortrag geht auch auf den Ursprung der Bürgerbewegung in Südthüringen ein, die im christlich-ökologischen Milieu zu finden war. Die Ereignisse in der Region im Herbst 1989 werden kritisch dargestellt. Ein Ausblick auf die Folgen der Friedlichen Revolution soll zur Diskussion im Anschluss anregen.Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation des Landesbeauftragten mit der Volkshochschule Joseph Meyer Hildburghausen und der Kreisbibliothek Joseph Meyer Hildburghausen.
 
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
 
Wann: 27. Februar 2020, 19:30-21:00 Uhr
 
Wo: Bürgersaal Historisches Rathaus Hildburghausen, Markt 25, Hildburghausen, 98646 Hildburghausen
 
Vortrag von Dr. Anke Geier

„Aktion Oberhof. Die Ausweisung von Hotel- und Pensionsbesitzern aus Oberhof per Kreisverweis 1950/1951"

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR Ausweisungen mittels Kreisverweis zu einem Instrument der sich etablierenden kommunistischen Partei, um unerwünschte Personen aus einem Ort zu vertreiben. Diese Vertreibungen aus dem Kreis gingen einher mit der Enteignung landwirtschaftlicher Güter im Zuge der Bodenreform, aber auch privatwirtschaftlicher Betriebe, Hotels und Pensionen.

Die „Aktion Oberhof“ in den Jahren 1950 und 1951 umfasste die Enteignungen privater Hotels, Pensionen und Betriebe in Oberhof, um private Unterkünfte in staatliche Erholungs- und Kureinrichtungen zu überführen und Oberhof als das Wintersportzentrum der DDR auszubauen. Es wurden schließlich 51 Personen und ihre Familienangehörigen, d.h. zwischen 150 und 160 Personen per Kreisverweis aus Oberhof zwangsausgesiedelt und ca. 30 Häuser (Hotels, Pensionen, Gasthäuser, private Betriebe) enteignet. Der Vortrag erläutert die „Aktion Oberhof“ und ihre Hintergründe.Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation des Landesbeauftragten mit der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
 
Wann: 5. März 2020, 18-20 Uhr

Wo: Ratssaal in der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl, Meininger Str. 89, 98529 Suhl
 

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

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Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

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