Montag, 18.November 2019

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Heimatreihe LogoMit der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Spuren suchen, Heimat finden“ wollen wir mit Ihnen über das Leben im real-existierenden Sozialismus sprechen. Was haben Sie erlebt und was bleibt in Ihren Erinnerungen von der DDR übrig? Was bedeutet für Sie Heimat heute, was bedeutete Heimat damals?
Jeweils angebunden an ein konkretes Thema und in Form von szenischen und musikalischen Lesungen wollen wir mit Ihnen in den Städten Saalfeld, Altenburg, Eisenach und Nordhausen auf Früher, den Weg ins Heute und in die Zukunft blicken. Kooperationspartner sind die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen, der Heimatbund Thüringen und der Landesbeauftragte.

Szenische Lesung aus den Aufzeichnungen von Margot Friedrich

"Eine Revolution nach Feierabend" 

Aus einem ganz persönlichen Blickwinkel beschreibt Margot Friedrich die Friedliche Revolution und die anschließende Reformation der DDR zwischen dem 29. September 1989 und dem 18. März 1990 in ihrem „Eisenacher Tagebuch einer Revolution“. Sie ist Schriftstellerin und Journalistin, Mitbegründerin des ‚Demokratischen Aufbruch‘, bei Friedensgebeten aktiv und sitzt am Eisenacher Runden Tisch.
Die Schauspieler Annekatrin Schuch-Greiff und Alexander Beisel lesen Szenen aus Margot Friedrichs „Eine Revolution nach Feierabend. Eisenacher Tagebuch einer Revolution“. Sie sind eingeladen, ihre persönlichen Erinnerungen einzubringen, gemeinsam zu diskutieren und den Blick ins Heute zu richten. Kooperationspartner vor Ort ist das Landestheater Eisenach.

Wann: 18. November 2019, 19:00 Uhr 
Wo: Foyer des Landestheater Eisenach, Theaterplatz 4–7, 99817 Eisenach

Heimatreihe LogoMit der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Spuren suchen, Heimat finden“ wollen wir mit Ihnen über das Leben im real-existierenden Sozialismus sprechen. Was haben Sie erlebt und was bleibt in Ihren Erinnerungen von der DDR übrig? Was bedeutet für Sie Heimat heute, was bedeutete Heimat damals?
Jeweils angebunden an ein konkretes Thema und in Form von szenischen und musikalischen Lesungen wollen wir mit Ihnen in den Städten Saalfeld, Altenburg, Eisenach und Nordhausen auf Früher, den Weg ins Heute und in die Zukunft blicken. Kooperationspartner sind die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen, der Heimatbund Thüringen und der Landesbeauftragte.

Musikalische Lesung und Gespräch mit Shanghai Drenger 

"Minol-Pirols" 

Sie waren laut, sie waren bunt und manchmal sogar höflich – Punks in der DDR stören in den 1980er Jahren den sozialistischen Alltag. Normal sind die nicht, finden viele. Und manchmal haben sie auch Recht damit.
Shanghai Drenger liest aus seinem neuen Roman „Minol-Pirols. Leben, und nicht leben lassen.“ Darin beschreibt er das Leben von Punks in der DDR. Wie es ist, als Minderheit gegen Staat und die Mehrheit zu sein. Wie es ist, Freiheit in der Unfreiheit zu suchen und zu fi nden. Wie es ist, als Jugendlicher seinen Weg zu finden. Drenger war selbst seit 1984 Sänger der Magdeburger Punkband VITAMIN A und wurde unter anderem für seine Texte von der Stasi in Magdeburg und Brandenburg inhaftiert. Nach seiner Entlassung gründete er die Band ANTI-X, mit der er bis heute auftritt.
Der Autor liest aus seinem neuen Buch und singt unplugged Songs seiner Bands. Darüber hinaus spricht er mit Ihnen über Jugend, Musik und Rebellion in der DDR. Kooperationspartner vor Ort sind die Stadtbibliothek Nordhausen und der Verein „Gegen Vergessen für Demokratie“.

Wann: 27. November 2019, 19:00 Uhr
Wo: Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“, Nikolaiplatz 1, 99734 Nordhausen

Veranstaltungstag

„Aufbruch in die Demokratie – 30 Jahre Friedliche Revolution in Suhl“

Vor 30 Jahren fiel die Mauer. Doch sie fiel nicht einfach, sie wurde von den Bewohner*innen der DDR zum Einsturz gebracht. Auch im ehemaligen Bezirk Suhl gingen die Menschen auf die Straße. Am 4. November 1989 demonstrierten über 20.000 Menschen in der Suhler Innenstadt und forderten die „Entmachtung der SED“ sowie „Freie Wahlen“. Fünf Tage später fiel die Mauer. Am Abend des 4. Dezember 1989 wurden noch einmal tausende Bürger*innen Suhls aktiv: Sie zogen von der Stadthalle hinauf zur „Stasi-Burg“ und stoppten die bereits begonnene Aktenvernichtung. Einen Tag später musste die Suhler Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit ihre Arbeit einstellen.

Diese Zeit der Zivilcourage vor 30 Jahren wird am 8. Dezember 2019 erinnert. Zusammen wollen wir mit Zeitzeug*innen und dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, über das damals Erlebte sprechen und historische Einordnungen vornehmen. Die SED-Diktatur wurde friedlich überwunden und demokratische Institutionen aufgebaut. In einem Festakt wird Dr. Sabine Bergmann-Pohl, die Präsidentin der ersten frei gewählten Volkskammer, über die beglückend-anstrengende Zeit dieser jungen Demokratie sprechen. Anschließend soll der Brückenschlag ins Heute gewagt werden: Was ist aus den Erwartungen und Wünschen geworden? Wie halten wir es mit unserer Demokratie und wie hat sich Suhl verändert?

Das detaillierte Programm des Veranstaltungstages finden Sie hier im Veranstaltungsflyer. Veranstalter sind der Landesbeauftragte, die Stadt Suhl und die Außenstelle Suhl des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Wann: 8. Dezember 2019, 11:00 - 22:00 Uhr
Wo: Veranstaltungsorte siehe Flyer 

Musikalische Lesung mit Dr. Karl-Heinz Bomberg

„Heilende Wunden - Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierung in der DDR"“

Karl-Heinz Bomberg ist Facharzt für psychotherapeutische Medizin und gleichzeitig Liedermacher; am 10. Dezember stellt er in der Erfurter Gedenkstätte Andreasstraße seine aktuelle Publikation "Heilende Wunden - Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierung in der DDR" vor.

Dabei beschreibt er verschiedene Bewältigungsformen politischer Traumatisierung in der DDR - von psychoanalytischer Therapie, sozialem Netzwerken, Humor und Reisen bis hin zu Kunstproduktion, wo er Betroffene selbst zu Wort kommen lässt und für deren künstlerisches Schaffen einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellt.
Mit den Ergebnissen reflexiver und künstlerisch-kreativer Durchdringung von Traumatisierungsfolgen gibt Bomberg wertvolle Einblicke und Anstöße, die weiter zur Aufklärung und Aufarbeitung der Spätfolgen politischer Traumatisierung beitragen können.

Im Wechsel zwischen Lesung und Musik spielt der Liedermacher und Arzt eigene Musikstücke – die auch der eigenen Aufarbeitung gedient haben. 1981 trat Bomberg auf dem Potsdamer Gitarrenfest erstmalig mit einem eigenen Programm auf. Nachdem seine Lieder zunehmend regimekritisch wurden und ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, musste der gebürtige Thüringer 1984 drei Monate in Stasi-Untersuchungshaft verbringen. Seine Erlebnisse von Haft und Verfolgung verarbeitet er in seinen Liedern und Texten. Eine Auswahl derer wird Karl-Heinz Bomberg im Rahmen der Lesung präsentieren.

Wann: 10. Dezember 2019, 19:00 Uhr
Wo: Gedenkstätte Andreasstraße, Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt

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Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Beratungstermine 2019 Q4 3

Lesung Rachowski

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Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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