Freitag, 24.Mai 2019

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Tagung 

Der Fonds Heimerziehung/Ost – Bilanz & Perspektiven

Im Dezember 2018 endete der „Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990". Allein in Thüringen wurden über 24.000 Beratungsgespräche mit Betroffenen geführt, deren Erlebnisse ihrer Kindheit und Jugend besprochen und Ansprüche an den Fonds geklärt. Mehr als 4.000 ehemalige Heimkinder haben Leistungen aus dem Fonds erhalten. Doch die tiefsitzenden persönlichen Erinnerungen bleiben natürlich. Oftmals wurde erst durch die Existenz des Heimkinderfonds eine Auseinandersetzung mit der frühen Biografie begonnen. Die Tagung möchte einerseits die Ergebnisse des Fonds aufzeigen und diskutieren. Gleichzeitig muss andererseits über Perspektiven für die Betroffenen gesprochen werden. Mit dem Ende des Fonds kann das Kapitel Heimerziehung in der DDR nicht abgeschlossen werden. Ziel der Tagung ist es, sich über die Arbeit von Beratungsstellen, Möglichkeiten der Selbsthilfe und der wissenschaftlichen Aufarbeitung auszutauschen. Hierzu sind Betroffene, Fachexpert*innen und Wissenschaftler*innen gleichermaßen eingeladen.
Kooperations-Partner sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Universität Salzburg und Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

Wann: 29. Mai 2019, 09:30 Uhr - 15:30 Uhr 
Wo: Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt

Veranstaltungswochende 

„Die Zeit ist reif! – Aufbruch 89 in Erfurt“

Unter der Überschrift „Die Zeit ist reif! – Aufbruch 89 in Erfurt“ wird am 24. und 25. Mai mit historischen Streifzügen, Diskussionen, Vorträgen, Konzerten mit Rap und Bluesrock sowie einer Ausstellung in Erfurt der Friedlichen Revolution von 1989 gedacht. Veranstalter sind die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), die Stiftung Ettersberg und der Landesbeauftragte mit weiteren Partnern. Die vier Veranstaltungsorte Offene Arbeit, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Kunsthaus und Michaeliskirche stehen dabei exemplarisch für den emanzipatorischen Geist des Jahres 1989.
Mit den Veranstaltungen wird an die Geschehnisse in Erfurt im Jahr 1989 erinnert. „Die Zeit ist reif!“ war damals der Gründungsaufruf des Neuen Forums überschrieben. Mutige Erfurter deckten im Mai 1989 die Wahlfälschung der SED zur Kommunalwahl auf und der geplante Abriss großer Teile des Andreasviertels traf auf anhaltenden Protest. „Der Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung und politischem Aufbruch wuchs, doch die SED-Funktionäre stellten sich taub. Von Erfurt gingen in diesen Wochen viele Impulse aus, die für die Friedliche Revolution wichtig wurden“, erinnert Christhard Wagner, Beauftragter der Evangelischen Kirchen beim Land Thüringen. Jörg Ganzenmüller, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg, ergänzt: „Wir wollen mit den Neugierigen, den damals Beteiligten, den heute Fragenden, den jungen und alten Menschen über ihre Träume und Motivationen, ihren Glauben und ihre Bereitschaft zur Tat als eine Quelle zur Veränderung diskutieren“. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier im Veranstaltungsflyer

 

Gedenkveranstaltung 

17. Juni - Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts 

Am 17. Juni 1953 fand in der DDR ein Volksaufstand gegen das SED-Regime statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird vor und in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße der Opfer des 17. Juni 1953 gedacht.
Aus Angst vor einem zweiten 17. Juni begann die Staatsmacht in vielfältiger Weise zu ermitteln und allein die Staatssicherheit eröffnete zwischen 1977 und 1989 elf Operative Vorgänge (OV). „Heiliger Untergund“ nannte die Stasi die Weimarer jugendkulturelle Szene, die sich um politisch engagierte Pfarrer und eigensinnige Jugendliche sammelte.
Einige von ihnen waren Abiturienten, deshalb wird auf der Gedenkveranstaltung die  damalige Erweiterte Oberschule „Friedrich Schiller“ in den Fokus gerückt. Über Langeweile im Realsozialismus und die Kraft des Widerstandes, die dazugehörige Portion Mut, erlebte Ängste und biografische Wege forschten Schülerinnen und Schüler des heutigen Friedrich-Schiller-Gymnasiums zu ihren Vorgängern und kommen am 17. Juni 2019 mit ihnen ins Gespräch. Weitere Informationen finden Sie hier im Veranstaltungsflyer.

Wann: 17. Juni 2019, ab 14:00 Uhr
Wo: Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt

Landtag im Dialog 

Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag 

Am Tag der offenen Tür des Thüringer Landtags ist der Landesbeauftragte im Funktionsgebäude des Landtages mit einem Stand vertreten. Dort gibt es die Möglichkeit, an einem Quiz zur DDR-Geschichte teilzunehmen. Am Stand bietet die Behörde zudem gemeinsam mit der Beratungsinitiative SED-Unrecht die Möglichkeit zu Beratungsgesprächen für politisch Verfolgte der Sowjetischen Besatzungszone/DDR an. 

Wann: 22. Juni 2019, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr 
Wo: Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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