Freitag, 20.Oktober 2017

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Felice Fey beleuchtet in der aktuellen Zeitschrift des Forschungsverbunds SED-Staat mit dem Schwerpunkt „Staatskunst“ in einem Essay Erfurter Künstler, die sich der Staatskunst verweigerten und vor dem Mauerbau aus der DDR flohen. Im Mittelpunkt steht der Maler und Autodidakt Jean Paul Hogère (geb. 1937 in Erfurt), der 1959 denunziert und inhaftiert wurde. Zu einem Jahr Haft verurteilt, musste er im Steinbruch bei Schellroda/Weimar arbeiten. Nach seiner Haftentlassung wurde ihm jede künstlerische Betätigung verboten. Er floh daraufhin in die Bundesrepublik. Seine Werke sandten ihm die damaligen Direktoren des Angermuseums Erfurt, Herbert Kunze und Karl Römpler, aufgeteilt über Jahre nach.
Mit freundlicher Genehmigung von Felice Fey und der Zeitschrift des Forschungsverbunds SED-Staat ist der Essay zu Jean Paul Hogère ab sofort über diesen Link zu lesen

Ebenfalls 1960 floh der Erfurter Graphiker Rolf Dieß (Restaurator des Angermuseums) in die Bundesrepublik (Träger des Kunstpreises des Deutschen Evangelischen Kirchentags 1959, siehe auch http://www.erfurt.de/ef/de/erleben/veranstaltungen/ast/2015/122528.html und http://www.kwth.de/2015/12/18/ein-unzeitgemaesser-rolf-diess-zum-90/). Anfang August 1961 folgte ihnen der Graphiker Heinz Günther, der an der Weimarer Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst studiert hatte und exmatrikuliert wurde. Sie gehörten zu dem Kreis der Künstler, die später in den Jahren 1963 bis 1974 die „Erfurter Ateliergemeinschaft“ (siehe http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/autonome-kunst-in-der-ddr/55824/erfurter-ateliergemeinschaft) bildeten.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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