Samstag, 15.Dezember 2018

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„Auseinandersetzung mit SED-Diktatur ist wichtiger Bestandteil der Demokratie- und Menschenrechtsbildung“

Nach seiner deutlichen Wahl durch den Thüringer Landtag vor rund zwei Monaten tritt Dr. Peter Wurschi heute sein Amt als vierter Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zu Aufarbeitung der SED-Diktatur an. Zuvor war Wurschi als leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Ettersberg tätig, die der vergleichenden Erforschung europäischer Diktaturen und der Aufarbeitung der SED-Diktatur gewidmet ist.
Im Zuge seines Amtsantritts macht der neue Thüringer Landesbeauftragte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur ein wichtiger Bestandteil der Demokratie- und Menschenrechtsbildung in unserer heutigen Gesellschaft ist. Zudem darf Aufarbeitung kein „Ein-Generationen-Projekt“ werden.

„Ich möchte an einem generationenübergreifenden Dialog mitwirken, der die historischen Realitäten nicht verklärt und gleichzeitig die vielfältigen Lebenserfahrungen der Ostdeutschen einschließt“, erläutert Wurschi zu Beginn seiner fünf Jahre andauernden Amtszeit. „Dabei ist es wichtig, die Lebensgeschichten der politischen Opfer der SED-Diktatur wahrzunehmen und ihnen aufmerksam zuzuhören“, so der neue Landesbeauftragte weiter.

Der promovierte Politikwissenschaftler und Soziologe wurde in Suhl geboren und während der Friedlichen Revolution als Jugendlicher politisiert. Wurschi hat zur DDR-Jugendprotestkultur in Thüringen promoviert und schrieb 2007 ein erstes Konzept zur Entwicklung der Gedenk- und Bildungsstätte in der ehemaligen Erfurter Stasi-Untersuchungshaftanstalt Andreasstraße.
Bei der Stiftung Ettersberg koordinierte er unter anderem das Veranstaltungsprogramm und die historisch-politische Bildungsarbeit. Der neue Landesbeauftragte war außerdem während der Aufbauphase des „Geschichtsverbundes Thüringen“ für dessen Organisation zuständig und kennt so die Thüringer Aufarbeitungslandschaft im Detail.
Seit 2010 ist Dr. Peter Wurschi Lehrbeauftragter an der Universität Erfurt. Zudem war er Mitglied der Expertenkommission des Deutschen Bundestages zur Zukunft der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

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Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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