Samstag, 15.Dezember 2018

ThLA logo

Die Zwangsaussiedlungen aus dem Thüringer Grenzgebiet in den Jahren 1952 und 1961 sind Thema eines Vortrages von Dr. Anke Geier, den die wissenschaftliche Referentin des Landesbeauftragten morgen im Kurhaus Bad Sachsa halten wird. Anlass ist der 57. Jahrestag der Aussiedlungen vom 3. Oktober 1961, als in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Tausende Bürger aus der Grenzregion ins Landesinnere umgesiedelt wurden. Als Begründung für die Vertreibungsmaßnahme wurde die Sicherung der Staatsgrenze genannt. Der Geheimdienst der DDR, die Staatssicherheit, bereitete die repressive Aktion penibel vor und die Staatspartei SED zog im Hintergrund die Fäden. Die Genossen beteiligten sich aber auch aktiv an der Durchführung. 
Auf Einladung des Grenzlandmuseums Bad Sachsa wird die Wissenschaftlerin über die Methodik, Art und Weise der Vorbereitungen und die Durchführung der Vertreibungen sprechen. Fokus ihrer Ausführungen wird die Region Nordwestthüringen sein.
Vor diesem Vortrag wird Frau Marie-Luise Tröbs, die 1961 als junges Mädchen mit ihrer Familie aus Geisa ausgesiedelt wurde, in einem Zeitzeugengespräch ihre Erlebnisse bezüglich der Zwangsaussiedlung berichten. Ihre Lebensgeschichte ist eng verbunden mit den damaligen Ereignissen.
Nach dem Zeitzeugengespräch mit Frau Tröbs und dem Vortrag von Frau Dr. Geier werden in einer Diskussionsrunde unter anderen die heutigen Nachwirkungen der Zwangsaussiedlungen betrachtet. Hier besteht auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur freut sich über Ihr Kommen und lädt herzlich zu der Veranstaltung am 3. Oktober 2018 um 19:00 Uhr in das Kurhaus Bad Sachsa (Am Kurpark 6, 37441 Bad Sachsa) ein.

ThLA-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen?

Geben Sie einen Suchbegriff ein:

> Alle Dienstleistungen


Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

FB f Logo blue 100

Beratungsangebote

Persönliche Beratung und telefonische Anfragen sind zu den aufgeführten Sprechzeiten möglich.

Ihr persönlicher Beratungstermin

Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

Cover GG18 H77 mittel

Cover Bericht