Samstag, 25.November 2017

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Am 26. Oktober findet um 18:00 Uhr in der Thüringer Landesvertretung beim Bund in Berlin ein Veranstaltungsabend zum Thema Fluchthelfer im geteilten Berlin statt; auf einen Impulsvortrag über die Fluchthelferszene im Berlin der 60er Jahre folgt ein Gespräch mit zwei Zeitzeugen, die seinerzeit als Tunnelbauer und Fluchthelfer aktiv waren.

Plakat Fluchthelfer Web

Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 gruben couragierte Fluchtwillige und Fluchthelfer bis 1982 mindestens 39 Tunnel unter der Sektorengrenze hindurch – die meisten von West- nach Ost-Berlin. Damit ermöglichten sie mehr als 254 Menschen auf spektakuläre Weise die Flucht nach West-Berlin. Sie verhalfen den Flüchtlingen zu einem Leben in Freiheit, ermöglichten Familienzusammenführungen und bewahrten jene Menschen vor Verfolgung und politischer Haft.

Einer jener mutigen Tunnelbauer ist Klaus-Michael v. Keussler, der unter anderem am Bau des berühmten „Tunnel 57“ beteiligt war. Er wird im Rahmen der Veranstaltung über seine Intention, seine Erlebnisse und die Herausforderungen sprechen, die mit dem Bau von Fluchttunneln in Zusammenhang standen. „Für uns werden diese eindringlichen Augenblicke, in denen ein Mensch sich den letzten Ruck gibt und innerhalb von Minuten sein gesamtes Hab und Gut, aber auch die .... Freunde zurücklässt, um in die Freiheit zu gelangen, für immer unvergessen bleiben!", sagt v. Keussler rückblickend.

Daneben berichtet Dr. Günther Heinzel als Zeitzeuge über die langwierige und hürdenreiche Vorbereitung der riskanten Flucht seiner jetzigen Frau über den Checkpoint Charlie im Kofferraum eines alliierten Militärfahrzeugs. Eingeleitet wird der Abend durch den renommierten Historiker und Journalisten Sven Felix Kellerhoff, der einen allgemeinen Einführungsvortrag zur Entwicklung der Fluchthelferszene im geteilten Berlin geben wird.

Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich zu der Veranstaltung am 26. Oktober in die Thüringer Landesvertretung beim Bund in Berlin (Mohrenstraße 64) ein. An Vortrag und Podiumsdiskussion schließt sich ein Empfang an. Wir freuen uns auf Sie!

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Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

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