Donnerstag, 19.Juli 2018

ThLA logo

Peter Rösch ist gestern nach längerer Krankheit in Berlin verstorben. Wir trauern um den bedeutenden DDR-Bürgerrechtler und erinnern an seinen Mut und seinen Einsatz für Freiheit und Demokratie

Rösch wuchs im Jena der 50er Jahre auf. Früh entwickelte er eine freiheitliche politische Meinung abseits der DDR-Staatsdoktrin weswegen ihm das Abitur verwehrt wurde. Seit den 70er Jahren war er maßgeblich an Aktionen Oppositioneller der Jungen Gemeinde Stadtmitte in Jena beteiligt; unter anderem an Protesten gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann, infolgedessen er durch das MfS verhaftet und erhört wurde. 
Ein prägender Einschnitt im Leben von Peter Rösch war der Tod seines Freundes Matthias Domaschk. 1981 wurden beide durch das MfS wegen angeblich geplanter Störaktionen während des 10. Parteitages der SED in Berlin verhaftet und in die Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Gera verbracht. Dort verstarb Domaschk am 12. April unter bis heute ungeklärten Umständen.
1982 emigrierte Rösch nach West-Berlin. Von dort kämpfte er weiter für Freiheit und Demokratie in Ostdeutschland, unternahm Vortragsreisen zum Thema „Friedens- und Oppositionsgruppen in der DDR“ und unterstützte gemeinsam mit Jürgen Fuchs und Roland Jahn die Oppositionsbewegung in der DDR. Nach der Friedlichen Revolution war Mitbegründer des Geschichtswerkstatt Jena e.V.

Nachtrag 02.06.2017: Nachruf von Gerold Hildebrand auf der Webseite der Havemann-Gesellschaft, ebenfalls dort zu finden ist die Trauerrede von Ilko‐Sascha Kowalczuk zur Beisetzung von Peter Rösch am 30. Juni. 

ThLA-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen?

Geben Sie einen Suchbegriff ein:

> Alle Dienstleistungen


Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

FB f Logo blue 100

Beratungsangebote

Persönliche Beratung und telefonische Anfragen sind zu den aufgeführten Sprechzeiten möglich.

Ihr persönlicher Beratungstermin

Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

Cover GG18 H77 mittel

Cover Bericht