Montag, 19.November 2018

ThLA logo

"Mit hochbelastetem Personal ist Aufarbeitung nicht zu machen - diese Menschen demütigen und ignorieren die Opfer", ist Ines Geipel überzeugt. Die ehemalige DDR-Leistungssportlerin ist die Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins. Sie prangert seit Jahren die stagnierende Aufarbeitung der Stasiverstrickung und des Dopings im DDR Sport an. Weder die Sportvereine und -verbände noch die Politik hätten ein Interesse an einer echten Vergangenheitsbewältigung.

Das konstatiert auch Anti-Doping-Aktivist Hansjörg Kofink, in einem aktuellen Artikel auf faz.net. "25 Jahre nach dem Mauerfall ist die deutsch-deutsche Sportgeschichte noch immer nicht aufgearbeitet. Vor allem für die Opfer des Zwangsdopings der DDR ist Hilfe nicht in Sicht."

Einen wichtigen Schritt zur Aufarbeitung haben Jutta Braun und Michael Barsuhn (Hg.) geleistet. Sie führten eine Studie zum DDR-Sport durch, deren Ergebnisse in dem Buch "Zwischen Erfolgs-und Diktaturgeschichte: Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen" publiziert werden sollen. Die Studie selbst wurde bereits 2008 durch die damalige Landesbeauftragte Hildigund Neubert in Auftrag gegeben. Ursprünglich sollte die Veröffentlichung des Buches schon im vergangenen Jahr erfolgen. Das Buch wird nunmehr diesen Monat im Verlag Die Werkstatt veröffentlicht.

Weitere Hintergründe zu der Studie und den Stasiverstrickungen im DDR-Sport finden Sie unter diesen Links:

icon arrow out Kofink erinnert an die Opfer des Zwangsdopings
Stuttgarter Zeitung

icon arrow out Anti-Doping-Aktivist Kofink: „Nicht unter den Teppich kehren“
Frankfurter Allgemeine Zeitung Online

icon arrow out DDR-Vergangenheit - Studie wirft Landessportbund Thüringen Versäumnisse vor
www.mdr.de

icon arrow out Studie wirft Landessportbund Versäumnisse vor: DDR-Opfer nicht ernst genommen
www.otz.de

icon arrow out LSB-Geschäftsführer spitzelte laut Akten auch als Trainer
www.mdr.de

icon arrow out Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte: Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen
www.werkstatt-verlag.de

 

ThLA-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen?

Geben Sie einen Suchbegriff ein:

> Alle Dienstleistungen


Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

FB f Logo blue 100

Beratungsangebote

Persönliche Beratung und telefonische Anfragen sind zu den aufgeführten Sprechzeiten möglich.

Ihr persönlicher Beratungstermin

Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

Cover GG18 H77 mittel

Cover Bericht