Montag, 19.November 2018

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Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) ist der Dachverband verschiedener Opferverbände von Betroffenen stalinistischer und SED-staatlicher Verfolgung. Er hat seinen Sitz in Berlin und gibt eine eigenen Zeitschrift heraus („Stacheldraht“ - Auflage 10.300). In der Bundesrepublik gab es seit 1950 ein Verband der verschiedenen Opfergruppen des stalinistischen Terrors, die „Vereinigung der Opfer des Stalinismus“. Der erste ostdeutsche Verband dieser Vereinigung wurde im Mai 1990 in Thüringen gegründet. Nach Zerwürfnissen innerhalb des Verbandes wurde Ende 1991 ein neuer Dachverband gegründet, die „Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG)“.

Für heute hat die UOKG zu einem Festakt zu 25 Jahren UOKG in den Räumen der Bundesstiftung Aufarbeitung eingeladen. Die Festrede hält Johannes Singhammer (Vizepräsident des Deutschen Bundestages). Vorsitzender der UOKG ist seit Oktober 2015 Dieter Dombrowski (MdL Brandenburg). Als Interessenvertreter der SED-Opfer hat der Verband wichtige Themen in der Bundesrepublik vorangebracht. Meist wird in diesem Zusammenhang die sogenannte Opferrente genannt. Es gibt auch heute noch einige Gerechtigkeitslücken, beschädigte Lebensläufe und ein verbreitetes Unverständnis der Gesellschaft, gesundheitliche Folgeerscheinungen körperlicher und psychischer Gewaltanwendung und fortwährende soziale Benachteiligung. Zuletzt hat der UOKG insbesondere die Frage der Haftarbeit und ihre Bedingungen in der DDR oder die Hilfen für Menschen mit gesundheitlichen Schädigungen aufgrund staatlicher Eingriffe öffentlich thematisiert und sich für ein zentrales bundesdeutsches Denkmal für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft eingesetzt.

Der Landesbeauftragte Christian Dietrich: „Bei der Bewertung von Gerechtigkeitslücken, der Frage der Beteiligung von Opfern bei politischen Entscheidungsprozessen und der Zukunft der Behörde des Bundesbeauftragten (BStU) war der UOKG in den letzten Jahren ein wichtiger Partner. Ich wünsche der UOKG die angemessene Achtung in unserer Gesellschaft und Erfolg beim Einsatz zur Verbesserung der Lage der Opfer durch Rehabilitierung und sozialer Anerkennung.“

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

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