Samstag, 22.September 2018

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Ausstellungseröffnung am 5. Dezember in Jenaer Stadtteilzentrum LISA

Ab heute wird erstmalig die Ausstellung „Hilferufe aus Riesa“ in Jena zu sehen sein. Sie erzählt ausführlich die Geschichte der „Petition zur vollen Erlangung der Menschenrechte“ und würdigt jene Menschen, die sich gemeinschaftlich öffentlich zu ihrem Ausreisewunsch und ihrer Kritik an der SED-Diktatur bekannten. Die Eröffnung durch den Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Christian Dietrich, findet um 17:00 Uhr im Jenaer Stadtteilzentrum LISA statt.

An die Ausstellungseröffnung schließt sich eine Gesprächsrunde mit Dr. Sabine Kuder, Bundesstiftung Aufarbeitung; Monika und Dr. Dietrich Lembke, Unternehmer, Mitbegründer des „Weißen Kreises“ (Ausreisekreis) in Jena 1983; Jens Ostrowski, Journalist, Ralf-Dahrendorf-Preis 2015, Kurator der Ausstellung sowie Sylvia Wähling, Vorstand IGFM und Leiterin des Menschenrechtszentrums Cottbus an.

79 DDR-Bürger aus Riesa und dem damaligen Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) unterzeichneten die Petition im Juli 1976 und lösten damit ein europaweites Medienecho über die Menschenrechtsver¬let¬zun¬gen in der DDR aus. Sie beriefen sich unter anderem auf die KSZE-Schlussakte von Helsinki, in der sich die Staatsführung 1975 zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet hatte. Die SED verhaftete daraufhin viele der Petitionäre.

Herausgeber der Ausstellung ist die in Frankfurt am Main ansässige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die in den 70er Jahren die Petitionäre aus der DDR unterstützte und die Petition im Westen bekannt machte.

Der Thüringer Landesbeauftragte lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich zu der Ausstellungseröffnung in das Stadtteilzentrum LISA (Werner-Seelenbinder-Straße 28A, Jena) ein. „Hilferufe aus Riesa“ kann im Anschluss bis zum 20. Januar 2017 montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr besichtigt werden.

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