Sonntag, 18.November 2018

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Sein erster Fluchtversuch aus der DDR in die Bundesrepublik über die tschechisch-österreichische Grenze scheitert im Januar 1966. Der damals 18-Jährige Hartmut Richter wird festgenommen und vom Kreisgericht Potsdam zu 10 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Davon lässt sich der junge Mann nicht einschüchtern - heute vor 50 Jahren, am 26. August 1966, unternimmt Richter seinen zweiten Fluchtversuch. Erfolgreich schwimmt er bei Dreilinden durch den Teltowkanal nach West-Berlin.

Im Zuge der Amnestie von 1973 darf er wieder in die DDR einreisen. Das macht sich der couragierte Mann zu Nutze: Per PKW verhilft er 33 Menschen zur Flucht in den Westen. Nach diesen Erfolgen will er im März 1975 schließlich seine Schwester und deren Verlobten im Kofferraum nach West-Berlin bringen - und fliegt bei einer Verdachtskontrolle am Grenzübergang Drewitz auf. Das Bezirksgericht Potsdam verurteilt ihn wegen "staatsfeindlichen Menschenhandels" zur Höchststrafe von 15 Jahren Freiheitsstrafe. Fünf Jahre später wird er schließlich 1980 von der Bundesrepublik freigekauft.

Der Verein „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation" hat einige Videointerviews mit Hartmut Richter geführt. Hier gelangen Sie zu seinen eindrücklichen Schilderungen der Fluchtaktion. 

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Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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