Montag, 19.November 2018

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Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz setzte sich am 18. August 1976 auf dem Marktplatz von Zeitz selbst in Brand. Es war der Protest gegen ein staatliches Erziehungsmonopol, dass Religion und christlichen Glauben diskriminierte. Während die DDR um internationale Anerkennung warb, machte diese „Flucht in den Tod“ (Wolf Biermann) die Verlogenheit der SED-Führung offensichtlich.
Neben dem „Hilferuf aus Riesa“ und der Ausreisebewegung, der Ausbürgerung von Wolf Biermann und der Solidaritätsbewegung mit dem Dissidenten, war es gerade das Signal von Zeitz, dass das Ende der SED-Herrschaft anzeigte. 

In der Osterländer Volkszeitung vom 18. August 2016 heißt es zur Aufarbeitung in diesem Kontext:
„Die Thüringer rot-rot-grüne Landesregierung wird ihrem Versprechen nach Aufarbeitung des DDR-Unrechts bei der Verfolgung von Christen nicht gerecht. Das zeige sich auch am ersten Bericht zum Stand der entsprechenden Aktivitäten des Landes, in dem dieses Thema faktisch nicht vorkomme, kritisierten Vertreter von katholischer und evangelischer Kirche bei einem Ökumenischen Gesprächsforum am Dienstagabend im Erfurter Augustinerkloster.“

Diesbezüglich sei auf einen interessanten Aufsatz vom Landesbeauftragten Christian Dietrich hingewiesen: Es brannte in unserem Gewissen – Oskar Brüsewitz und die Gewissensbildung in der DDR. In: Mariano Delgado, Volker Leppin, David Neuhold (Hg.): Ringen um die Wahrheit: Gewissenskonflikte in der Christentumsgeschichte, 2011, S. 369–398.

Im Gedenken an Brüsewitz wurde ein großes Kreuz aus Neonröhren an der Berliner Zionskirche angebracht und beleuchtet. Dieses soll bis zum 22. August, dem Todestag von Brüsewitz, eingeschaltet bleiben. Weitere Informationen zu der Gedenkaktion finden Sie hier. 

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Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

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