Dienstag, 25.September 2018

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Fragt man nach der Verantwortung für das Unrecht in einer Diktatur, liegt der Verweis auf die Machthaber und ihre Handlanger nahe. Im Falle der DDR wären das SED-Politbüro und die Staatssicherheit zu nennen. Eine solche Antwort greift jedoch zu kurz, da jedes Staats- und Gesellschaftssystem auf vielen Stützen basiert. In der „Diktatur des Proletariats“ beanspruchte die SED eine „führende Rolle“ und übte sie 40 Jahre lang aus. Insofern ist der Staatspartei tatsächlich die Hauptverantwortung für das von ihr errichtete und aufrechterhaltene System zuzuweisen. Die Frage nach weiteren Stützen der Diktatur rückt jedoch gesellschaftliche Akteure jenseits der SED und auch einzelne Personen in das Blickfeld. Diskussionen über institutionelle und individuelle Verantwortung können unangenehm sein, sind für eine konsequente Vergangenheitsbewältigung aber unerlässlich. In der neuen „Gerbergasse 18“ werden einige der zahlreichen Stützen der SED-Diktatur näher betrachtet: die Blockparteien anhand von Beispielen aus Stadt und Kreis Jena, die Zwangsarbeit politischer Häftlinge für Westbetriebe, die Kampfgruppen als Schutzmacht der „sozialistischen Errungenschaften“ und der „Kooperationsverband Wissenschaft“ in Freiberg als Pfeiler der Planwirtschaft im Staatssozialismus.

Weitere Themen in der neuen „Gerbergasse 18“ sind unter anderem die Entwicklung der militärischen Erinnerungskultur in der DDR, Technologieschieber aus der Schweiz, das Wirken der Staatssicherheit an der Technischen Hochschule Ilmenau und das Gedenken an den Jenaer Physikerball 1956.

Weitere Informationen zur "Gerbergasse 18" finden Sie hier. 

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

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Beratungsangebote

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Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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