Sonntag, 18.November 2018

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Der Beschluss des deutschen Bundestages von 2007, ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin zu errichten, wurde vom Haushaltsausschuss des Bundestages gestoppt.
Die Deutschen Gesellschaft e.V. bedauert den Beschluss und lädt zur Debatte ein (hier).

EinheitsdenkmalDer ehemalige Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung Florian Mausbach erklärt dazu:
"Das Freiheits- und Einheitsdenkmal auf der Berliner Schlossfreiheit ist weit mehr als ein Einheitsdenkmal. Es ist das Denkmal der friedlichen Bürgerrevolution von 1989. Es ist das Nationaldenkmal zur dauernden Erinnerung an die Vollendung eines langen historischen Weges über Abgründe hinweg, auf dem das Land und die Nation endlich ihre Grenzen und ihre Freiheit gefunden haben,  in einem von seinen europäischen Nachbarn anerkannten und respektierten friedlichen, freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat.
Das Datum der ersten freien Wahlen in der DDR  am 18. März 1990 erinnerte an den revolutionären März von 1848, als die demokratische Revolution in Deutschland ihren Höhepunkt am Berliner Schloss erlebte: vor den Märzgefallenen musste der König seinen Hut ziehen. In der sozialen und demokratischen Revolution von 1918 wurde das Berliner Schloss zum Symbol des Endes der Adelsherrschaft: der Trauerzug zur Beisetzung der Opfer der Novemberrevolution ging über die Schlossfreiheit. Am 4. November 1989 bewegte sich über die Schlossfreiheit der Marsch der friedlichen Revolution zum Alexanderplatz zu der größten Kundgebung, die die DDR je gesehen hatte.
Das Nationaldenkmal Kaiser Wilhelms I. verschwand 1949 von der Schlossfreiheit in Kisten mit kyrillischen Buchstaben. Heute erinnert der Sockel an ein Fundament der Bundesrepublik Deutschland, an die von Bismarck als „Revolutionär von oben“ (Friedrich Engels) bewirkte erste deutsche Einheit von 1871. Auf diesem Sockel die demokratische Freiheitsrevolution durch ein Bürgerdenkmal zu ehren und zu feiern, die 1989 die Einheit von unten bewirkte, gibt es etwas Sinnfälligeres? Gibt es etwas Notwendigeres in einer Zeit demokratischer und moralischer Verunsicherung?"

 

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

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