Donnerstag, 15.November 2018

ThLA logo

„Eigentlich wollte ich nur Gedichte schreiben über die Liebe, über die Natur. Wichtigeres drängte sich vor“, sagte Jürgen Fuchs einst, 2009 wiedergegeben in Udo Scheers Schrift "Gegen die Feigheit" im Rheinischen Merkur. Wichtigeres drängte sich vor; der Schriftsteller und Bürgerrechtler wollte die DDR von innen heraus reformieren. Er wurde deswegen aus der SED ausgeschlossen, vom Studium relegiert, 1976 inhaftiert und nach fast einem Jahr Stasi-Haft ohne Prozess in die Bundesrepublik abgeschoben. Hier konnten seine Gedicht- und Protokollbänden schließlich erscheinen. Und von hier aus unterstützte er die DDR-Opposition.

„Für mich gehörten seine Reader, hintersinnig als ‚Dialog‘ bezeichnet, zur wichtigsten Lektüre in den Jahren 1985 bis 1988. Und wenn wir etwas druckten, dann geschah es mit Umdruckmaschinen, die Roland Jahn und er in die DDR geschmuggelt hatten“, erinnert sich der Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Christian Dietrich.
Nicht zuletzt wegen seines politischen Engagements lautet die Adresse des Thüringer Landtags und seiner Fraktionen – auch die der Linken, die sich anfangs weigerte, den neuen Straßennamen zu verwenden - „Jürgen-Fuchs-Straße“. 2002 wurde diese nach dem 1999 verstorbenen Schriftsteller benannt.

Auf seinem Grabstein in Berlin stehen die Worte „Ich schweige nicht!“; sie beschreiben trefflich den Charakter des mutigen Bürgerrechtlers, der sich gegen Diktatur und Repression wehrte. Am 19. Dezember wäre Fuchs 65 Jahre alt geworden; dem tragenden Vertreter der DDR-Opposition wurde an seinem Geburtstag im Rahmen einer Gedenkfeier gedacht:

Gedenkfeier an der Jürgen-Fuchs-Stele im Foyer des Thüringer Landtags
Rede des Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Christian Dietrich
Rede des Geschäftsführers der Sächsischen Gedenkstättenstiftung Siegfried Reiprich


Gedenkfeier am 19.12.2015 Foto S.Laux

ThLA-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen?

Geben Sie einen Suchbegriff ein:

> Alle Dienstleistungen


Interaktive Karte
Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

Der Landesbeauftragte auf Facebook:

FB f Logo blue 100

Beratungsangebote

Persönliche Beratung und telefonische Anfragen sind zu den aufgeführten Sprechzeiten möglich.

Ihr persönlicher Beratungstermin

Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

Cover GG18 H77 mittel

Cover Bericht