Donnerstag, 15.November 2018

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Der Jenenser Theologe, Lehrer und Literat Klaus-Peter Hertzsch verstarb in der Nacht zum 26. November in Jena. In den 1960er Jahren war er in Jena Studentenpfarrer, später Leiter der Geschäftsstelle der evangelischen Studentengemeinden in der DDR und 1969 bis 1995 Professor für Praktische Theologie. Als Synodaler arbeitete über Jahre im Kirchenparlament der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Thüringen mit. Seine "biblischen Balladen" nach fünf Geschichten aus dem Alten Testament waren ostdeutsches evangelisches Bildungsgut.

"Ich bin mit Klaus-Peter Hertzsch aufgewachsen. Nicht nur als Nachbar, sondern auch mit seinen Texten. Die Kinderkantate 'Wie schön war die Stadt Ninive' durfte ich mehrfach mit aufführen und habe ich noch im Ohr. Diese Geschichte von Jona, der der Stadt Ninive das Gericht predigen soll und dann die Umkehr der Stadt erlebt und an der Barmherzighkeit Gottes verzweifelt, hat mich schon als Kind bewegt. Der Professor, der Max Frisch für Hörer aller Fakultäten auslegte, sprach am 16. April 1981 auf dem Friedhof die Worte zum Tod von Matthias Domaschk. 1982 erlebte ich, wie er versuchte, Demonstranten der Jenaer Friedensbewegung vor dem Polizei Abtransport in der Nähe der Jenenser Stadtkirche zu bewahren. Er war ein Ermutiger, der seiner Kirche immer wieder klar machte, dass sie unterwegs ist. Heute singen die Gemeinden mit seinen Worten 'Vertraut den neuen Wegen' (Evangelisches Gesangbuch)." (Christian Dietrich) 

Trauergottesdienst am 11. Dezember, 11:00 Uhr, Jena, St. Michael (Stadtkirche)           

Nachruf der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Ulrike Greim zu Klaus-Peter Hertzsch  auf mdr

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Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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