Donnerstag, 15.November 2018

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In ihrem gestrigen Vortrag im Erfurter Collegium Maius erläuterte Gabriele Stötzer die Wirkungsmechanismen der Staatssicherheit anhand einzelner Schicksale aus der Erfurter Kunst- und Kulturszene der 60er bis 80er Jahre. Diejenigen, die Kunstformen außerhalb der staatlich organisierten Bahnen schufen, gerieten schnell ins Visier der Staatssicherheit. Individuelle Kunstaktionen betrachtete die DDR-Geheimpolizei als staatsfeindliche und andere gegen die staatliche Sicherheit und Ordnung gerichtete Handlungen. Insofern verwundert es nicht, dass die Künstlerin, die sich der Aufarbeitung der SED-Diktatur in diesem spezifischen Bereich widmet, von mindestens 30 Operativen Personenkontrollen und Operativen Vorgängen innerhalb der Erfurter Kunstszene in jenem Zeitraum berichtet.

IMG 0338 Web 2Resümierend hielt Gabriele Stötzer fest: "Kunst war in einer Diktatur wie dieser Vergangenen ein gesellschaftliches Ereignis, die Dinge im Detail wahrzunehmen und zu begreifen - in der rinnenden fremden Zeit die eigene Zeit zu leben. Kunst war sozial, ein menschlicher Akt - die Stasi war nicht sozial, gab keinen Mut, Freude, Hoffnung. Inzwischen ist diese Diktatur beendet, die DDR ist tot. Und mit dem Ende der DDR 1989 ging das dunkle Netz des Kalten Krieges zu Ende, wurde eine unendliche Anspannung schizophrener Gegenüberstellung in Europa gebrochen, die den letzen Teil des gerade vergangenen Jahrhunderts bestimmte. Aber noch heute spuken Gerüchte und Feindbilder im Gebiet der ehemaligen DDR - die inszeniert wurden, um Angst zu erzeugen."

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

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Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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