Montag, 19.November 2018

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Bis heute hält sich die Verschwörungstheorie, dass das für AIDS verantwortliche HI-Virus ursprünglich in den USA als biologischer Kampfstoff entwickelt wurde – nicht ohne Grund: Mit einer hierzu groß angelegten Desinformationskampagne sollten die USA Ende der 80er Jahre international in Verruf gebracht werden. Anhand der Untersuchung von geheimpolizeilichen Quellen in Berlin und Sofia durch Dr. Douglas Selvage (Projektleiter beim BStU) wird deutlich: Großen Anteil an der Verbreitung dieses Gerüchts hatten der ehemalige sowjetische Geheimdienst KGB und die Stasi.

So sorgte der ostdeutsche Geheimdienst etwa für die Verbreitung der Thesen einer diesbezüglichen „wissenschaftlichen Studie“ ostdeutscher Forscher im westlichen Ausland – mit Erfolg. Es kam in der Bundesrepublik sogar zur Produktion und Ausstrahlung von TV-Dokumentationen, die diese Thesen aufgriffen. In der Folge entstand ein Zyklus von Falschinformationen, der sich bis weit über das Ende des Kalten Krieges hinaus hielt. Diese und weitere Forschungsergebnisse zur „AIDS-Verschwörung“ präsentiert Dr. Selvage am 14. Oktober im Erfurter Collegium Maius.

Von welcher Brisanz das Thema bis heute ist, zeigt ein erneuter Rechtsstreit um die Publikation zu der Thematik von Douglas Selvage und Christopher Nehring. Lesen Sie die Details dazu hier auf Welt online. 

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet gemeinsam mit dem Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BStU) die Vortragsreihe zum „Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung". Im Rahmen vielseitiger Vorträge wird anhand anschaulicher Beispiele die historische Bedeutung der Stasi-Akten herausgestellt.

Wir freuen uns über Ihr Kommen. Der Eintritt ist frei.

Wann: Mittwoch, 14.10.2015, 18:00 Uhr
Wo: Collegium Maius, Michaelisstraße 39 (gegenüber der Michaeliskirche), 99084 Erfurt

 

Das Foto zeigt HI-Viren, die sich vor dem Verlassen der Immunzelle an der Membran einer Makrophage sammeln.
(CC BY 2.5)

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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