Donnerstag, 15.November 2018

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Als Grenzgebiet der DDR kam der Stadt und dem Kreis Nordhausen eine enorme wirtschaftliche und strategische Bedeutung zu. Diese spiegelte sich auch in der personellen Ausstattung und Tätigkeit der MfS-Kreisdienststelle
Nordhausen wider. 50 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter waren vor allem zur Überwachung wichtiger Industriebetriebe und zur Sicherung des 36 Kilometer langen Grenzabschnittes im Südharz eingesetzt. Im Kreis Nordhausen gab es rund 300 Inoffizielle Mitarbeiter (IM), sie trafen sich mit ihren Führungsoffizieren in rund 30 konspirativen Wohnungen, unter anderem um Spitzelberichte zu Protokoll zu geben oder neue Anweisungen einzuholen.
Die BStU-Forscherin Dr. Hanna Labrenz-Weiß zeigt in ihrem Vortrag, wie die SEDHerrschaft in Nordhausen funktionierte, welche Rolle der Staatssicherheit dabei auf lokaler Ebene zukam und welche Mechanismen der Disziplinierung konkret angewendet wurden. Rund 1.500 MfS-Akten zum Kreis Nordhausen wertete die Forscherin dazu aus.
Dr. Labrenz-Weiß war in den 1980er Jahren als Kurierin für die erste freie Gewerkschaft Solidarnosc zwischen Polen und West-Berlin tätig. Sie wurde noch von Joachim Gauck persönlich in die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen eingestellt.

Wann: Mittwoch, 22.07.2015, 18:00 Uhr
Wo: Collegium Maius, Michaelisstraße 39 (gegenüber der Michaeliskirche), 99084 Erfurt

 

Weiterführende Literatur, worin die MfS-Kreisdienststellen in Thüringen behandelt werden: 

Herz, Andrea: Stasi-Kreisdienststellen in Thüringen. Ein kurzer Überblick; 1998
Müller-Enbergs, Helmut: Die Kreisdienststelle Greiz und ihr inoffizielles Netz; 2010
Müller-Enbergs, Helmut: Die Kreisdienststelle Eisenach und ihr inoffizielles Netz; 2010 

 

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Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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