Donnerstag, 15.November 2018

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Die geplante Präsentation der Thüringer Sportstudie „Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen“ durch die Herausgeber (Dr. Jutta Braun, Michael Barsuhn) und Auftraggeber (Bundesstiftung Aufarbeitung, Thüringer Sportministerium, Landessportbund und der Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) zum 1. Juli in der vereinbarten Form findet nicht statt. Die Studie ist inzwischen im Buchhandel.
Stattdessen findet ein Podium zum Thema „Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen 25 Jahre nach dem Ende der SED-Herrschaft“ statt. Der Landesbeauftragte hat nach wie vor ein Interesse daran, alle an der Studie Beteiligten an einen Tisch bringen.
Thüringen ist statistisch gesehen das Sportland Nummer Eins unter den ostdeutschen Ländern. Und es sind immer wieder Thüringer Athletinnen und Athleten, von denen wichtige Impulse zur Aufarbeitung des DDR-Staatssports ausgingen und weiterhin ausgehen.
Den Autoren der Studie ist es zu danken, dass sie das kontroverse Feld mit Quellen und neuen Fragehorizonten erschlossen und trotz der institutionellen Veränderung ihres Forschungsverbundes am Thema blieben. Der Abschluss der Studie wurde durch das Auffinden weiterer Stasi-Akten zum jetzigen Hauptgeschäftsführer des LSB, Rolf Beilschmidt, verzögert. In der Vorbereitung der Präsentation der Studie waren sich die Beteiligten allerdings einig, darauf zu achten, dass die Rezeption der Studie nicht auf diesen Aspekt reduziert wird.
Bei der Transformierung des DDR-Staatssports in einen demokratischen Vereins- und Verbandssport waren nicht nur die personalpolitischen Auseinandersetzungen um Trainer und Sportfunktionäre wichtig, die sich der Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben, sondern auch deren aktive Beteiligung an Körperverletzungen durch Doping. Dazu gehört auch die Frage: Welchen Platz haben die Opfer heute im Thüringer Sport?

Zu dieser und weiteren Fragen zum Thema „Aufarbeitung des DDR-Sports“ werden auf dem Podium sitzen:


Brigitte Berendonk - in Thüringen geborene ehemalige Leichtathletin, eine der engagiertesten Antidoping-Stimmen Deutschlands und Autorin des 1991 veröffentlichten Buches "Dopingdokumente: Von der Forschung zum Betrug"
Werner Franke - Zellbiologe, renommiertester Antidoping-Forscher Deutschlands und Vorkämpfer der Verfolgung von Doping als Körperverletzung, Träger der Antidoping-Preises des DOH 2014
Ines Geipel - Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe, Schriftstellerin und Hochschulprofessorin
Henner Misersky - ehemaliger Jenaer Leichtathlet und erfolgreicher Skilanglauftrainer, unermüdlichster Aufklärer der DDR-Sportvergangenheit in Thüringen

Moderation: Anno Hecker (FAZ)

Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung beim Landesbeauftragten bis zum 01.07.2015, 9:00 Uhr unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Wann: Mittwoch, 1. Juli 2015, 11:00 Uhr
Wo: Thüringer Landtag, Raum F 125, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt

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Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

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Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Bundesstiftung Aufarbeitung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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