Montag, 19.November 2018

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Politische Todesurteile an zwei Weimarer Bürgern jähren sich zum 60ten Mal 

Am 29. Juni 1955 wurden in Dresden zwei Weimarer mit dem Fallbeil enthauptet. Der 32-jährige Lehrer und stellvertretende Schulleiter der Pestalozzischule Gerhard Benkowitz und der 30-jährige Sachbearbeiter für Statistik beim Rat der Stadt Weimar Hans-Dietrich Kogel waren Opfer eines Schauprozesses geworden. Ihre Verhaftung und die ihrer Ehefrauen Erika Benkowitz und Christa Kogel lag noch nicht einmal drei Monate zurück.

Noch heute erinnern sich ältere Weimarer an die damals verbreiteten Meldungen, Gerhard Benkowitz hätte u. a. die das Ilmtal überspannende „Sechs-Bogen-Brücke“ sprengen und dabei Hunderte von Menschenleben aufs Spiel setzen wollen. Doch dies stimmte nicht, er hatte keine praktischen Vorbereitungen hierzu getroffen. Der SED diente diese Behauptung zur Dämonisierung von Gegnern ihrer Politik und als Rechtfertigung der gefällten Urteile.

Den Opfern und deren Familien wird am kommenden Sonntag, dem 28. Juni im Gottesdienst um 17:00 Uhr in der Weimarer Johanneskirche gedacht. 

 

Lesen Sie hier mehr zu den beiden Thüringer Schauprozessen. 

Hier finden Sie als Hintergrundlektüre zur Thematik einen Vortrag sowie einen Essay des Historikers Roger Engelmann:

Vortrag "Abschreckung und Propaganda - Todesurteile in DDR-Schauprozessen der Fünfzigerjahre“

Essay "Blutjustiz als politisches Lehrstück - Todesurteile in DDR-Schauprozessen der Fünfziger Jahre"Todesurteile in DDR-Schauprozessen der Fünfziger Jahre"

 

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