Montag, 18.November 2019

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Naumann Was uns erinnern lässtHarperCollinsGermanyAm 6. November 2019 liest Kati Naumann um 18:00 Uhr im Stadtmuseum Saalfeld (Münzplatz 5, 07318 Saalfeld/Saale) aus ihrem aktuellen Roman „Was uns erinnern lässt“.
Anhand einer Familiengeschichte an der deutsch-deutschen Grenze begibt sich Kati Naumann auf Spurensuche nach der Bedeutung von Heimat; und ergründet universelle Lebenserfahrungen in der DDR-Sperrzone südlich des Thüringer Waldes. Dabei schöpft sie sowohl aus eigenen Kindheitserinnerungen und Erlebnissen im innerdeutschen Grenzgebiet, als auch aus unzähligen Gesprächen mit Menschen, die am Rennsteig leben.

Im Anschluss an die Lesung möchte Kati Naumann auch mit dem Publikum über deren Erinnerungen und deren Bedeutung für die Gegenwart ins Gespräch kommen. Was wurde wie erlebt, was wird von der DDR erinnert und wie beeinflussen diese Erlebnisse und Erinnerungen die Gegenwart? Die Buchlesung ist Teil der der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Spuren suchen, Heimat finden“, die diesen Fragen nachgeht. Kooperationspartner sind die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen, der Heimatbund Thüringen und der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Kati Naumann wurde 1963 in Leipzig geboren und ist in Sonneberg, im ehemaligen Sperrgebiet im Thüringer Wald aufgewachsen.
„Der Thüringer Wald ist die Welt meiner Kindheit. Meine Familie stammt aus der Gegend und war dort fest verwurzelt. Meine Schwester und ich haben immer die Sommerzeit bei den Großeltern in Sonneberg, an der deutsch-deutschen Grenze verbracht. Wir waren jeden Tag im Wald, der so dicht an der Grenze lag, dass wir genau wussten, bestimmte Wege waren verboten“, erinnert sich Kati Naumann.
Naumann KatiClementine KünzelFür die Schreibzeit hatte sich die Autorin ein kleines Quartier am Rennsteig genommen. „Das war nicht nur für die Inspiration wichtig, sondern auch für die vielen Gespräche mit den Zeitzeugen vor Ort. Diese Berichte waren für mich von unschätzbarem Wert, weil ich durch sie etwas erfahren habe, was in keinem Buch und in keiner Akte steht. Nämlich wie sich die Menschen gefühlt haben, die in der Sperrzone lebten, wie sie das Trauma der Zwangsaussiedlung und die anschließende Stigmatisierung empfunden haben und wie es ihnen heute mit diesen Erinnerungen geht“, erklärt Kati Naumann weiter.

Was bedeutet Heimat heute, was bedeutete Heimat in der DDR? Jeweils angebunden an ein konkretes Thema und in Form von szenischen und musikalischen Lesungen blicken die Veranstalter der Reihe „Spuren suchen, Heimat finden“ in den Städten Saalfeld, Altenburg, Eisenach und Nordhausen auf Früher, den Weg ins Heute und in die Zukunft. Weitere Informationen zu den weiteren Veranstaltungen der Reihe finden Sie hier

Fotocredits Buchcover: HarperCollinsGermany. Fotocredits Porträt Katin Naumann: Clementine Künzel.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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Lesung Rachowski

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

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