Freitag, 24.Mai 2019

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GerberDie aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ widmet sich im Schwerpunkt der sogenannten „Ost-Moderne“. Das architektonische Pendant zur westeuropäischen Nachkriegsmoderne ist bis heute prägend in vielen ostdeutschen Städten und teilweise schon unter Denkmalschutz gestellt. Neben einem illustrierten Überblick zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR bietet das Heft Einblicke in die Biografie des Städteplaners Egon Hartmann, der als Urbanist in Ost und West wirkte. Als Architekt war Hartmann verantwortlich für das 1951 eingeweihte Verwaltungshochhaus in Erfurt. Ein anderer Baustein der Ost-Moderne in Thüringen ist das Ende der 1980er Jahre fertiggestellte Schiller-Museum in Weimar, wie der seinerzeit beteiligte Architekt Jürgen Beyer im Interview erläutert.
Gerade im Jubiläumsjahr des Bauhauses ist der Bezug zu Fragen nach bezahlbarem Wohnraum und innovativen Wohnkonzepten nicht nur eine historische oder museale Folie, sondern eine direkte Gegenfrage an unsere Gegenwart: Wie modern baute man im Osten und was können wir heute daraus ableiten? Wie vielfältig der Umgang mit dem Erbe der DDR-Architektur aussehen kann, zeigt etwa der Rückblick auf ein Kunstfestival in Leipzig-Grünau. Auch in Jena ist vom 2. bis 5. Mai mit dem „72 Hour Urban Action“ in Lobeda ein Echtzeit-Architektur-Wettbewerb der besonderen Art geplant, der im Heft vorgestellt wird.

Die weiteren Beiträge der Ausgabe befassen sich mit geheimen Urlaubsobjekten der Stasi im Ferienort Masserberg, dem Heavy Metal in der DDR oder der sprachlichen Spurensuche zum ambivalenten Begriff „Mitteldeutschland“. Mit dem kontroversen Essay „DDR neu erzählen“ wird die gegenwärtige Erinnerungspolitik kritisch beleuchtet und etablierte Deutungs- und Erzählmuster hinterfragt. Ein weiterer Artikel erklärt anhand von Beispielen der virtuellen Rekonstruktion zerrissener Stasi-Akten die Relevanz der „Schnipsel-Maschine“ , die in einem Modellprojekt mittels Scantechnologie Millionen von Papierfetzen lesbar zusammensetzt. Im konkreten Fall wird gezeigt, wie Oppositionelle in den 1980er Jahren auf Festnahmelisten der Geheimpolizei gesetzt wurden.

Die neue Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ (Heft 90) ist im Buchhandel oder direkt bei der Geschichtswerkstatt Jena erhältlich.

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Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

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Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

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