Samstag, 15.Dezember 2018

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Heute um 19:30 Uhr veranstaltet die Point Alpha Stiftung in Kooperation mit dem Gedenkort Kaßberg Gefängnis in Chemnitz, dem politischen Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Haus auf der Grenze einen öffentlichen Zeitzeugenabend zum Thema „Häftlingsfreikauf aus der DDR“.
Über Jahre hinweg wurden Menschen aus politischen Gründen in der DDR inhaftiert. Von 1962 bis 1989 sind immer wieder politische Häftlinge aus der DDR durch die Bundesrepublik freigekauft worden, teilweise gegen Devisen, teilweise im Tausch gegen westliche Warenlieferungen. Insgesamt konnten 33.755 Menschen auf diese Weise den unmenschlichen Bedingungen in den Haftanstalten der DDR entkommen. Nichtsdestotrotz gab es Stimmen im Westen, die die Freikaufgeschäfte als Menschenhandel bezeichneten.
Die Point Alpha Akademie und das Politische Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalten vom 29.-30. November im Gangolfisaal des Geisaer Schlosses ein Seminar zur historischen Betrachtung dieses Kapitels deutsch-deutscher Geschichte. Begleitend hierzu findet am Abend des 29. November ein öffentlicher Zeitzeugenabend mit den ehemaligen Häftlingen Sabine Popp und Michael Schlosser statt. Beide waren im Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit auf dem Kaßberg in Chemnitz inhaftiert und wurde von dort aus unter größter Geheimhaltung in die Bundesrepublik abgeschoben.
Das Kaßberg Gefägnis, bereits von den Nationalsozialisten als Haftanstalt genutzt, entwickelte sich zu einem zentralen Drehkreuz für die Unterbringung jener Häftlinge, die der Bundesrepublik zum Freikauf angeboten worden waren. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des heutigen Gedenkortes Kaßberg Gefängnis wird außerdem eine Ausstellung zu den Schicksalen der dort inhaftierten Menschen im Haus auf der Grenze präsentiert.
Moderiert wird die Veranstaltung von Christian Dietrich, der von 2013 bis 2018 Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur war. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Für Rückfragen steht Ihnen das Team der Point Alpha Stiftung jederzeit zur Verfügung.

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Zwangsaussiedlungen in Thüringen

Diese interaktive Karte zeigt über 200 Orte in Thüringen, die von Zwangsaussiedlungen betroffen waren. Klicken Sie auf die Markierungen, um mehr zu erfahren. 

Legende: 
Gelb: Zwangsaussiedlungen 1952
Orange: Zwangsaussiedlungen 1961
Rot: Zwangsaussiedlungen in mehreren Jahren

Kontakt

Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)

Postfach 90 04 55 | 99107 Erfurt

Tel.: 0361 57 3114-951
Fax: 0361 57 3114-952
E-Mail:  info@thla.thueringen.de

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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der SBZ und in der DDR bei.

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

der bundesbeauftragte

Der Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

www.BStU.bund.de

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